Bürstadt Redskins

40 Jahre Redskins. Und doch fühlt es sich an wie ein Neuanfang.

Wer zu den Spielen der Redskins geht, kennt die beiden. Die Cheerleader und Spieler mögen und schätzen sie gleichermaßen. Sie haben immer ein offenes Ohr für die Anliegen unserer Sportlerinnen und Sportler, sind jederzeit hilfsbereit und sie gelten als Vorbilder, deren Meinung in allen Bereichen beachtet wird.

Anna Messina, Abteilungsleiterin Key Account Management, Mama des Redskins U13 Widereceiver Gianluca und begeisterter Footballfan. Nachdem sich unsere Miriam Melina Beyerle jetzt auf die Geburt ihres ersten Kindes konzentriert (wir berichteten), wird Anna nun unmittelbar die Position der 2. Abteilungsleiterin für die Redskins im TV 1891 Bürstadt e.V. übernehmen.

Als obersten Häuptling der Redskins haben die Mitglieder bereits im Herbst Ingo Ofenloch bestätigt. Ingo ist im Hauptberuf Maschinenbauingenieur, Papa einer Tochter und des U19-Runningback Simon.

Bereits Anfang Dezember haben die beiden im Rahmen einer perfekt organisierten Weihnachtsfeier mit einem sehr stimmungsvollen Programm überzeugt, bei dem die 150 anwesenden Redskins ihre sportlichen Erfolge gefeiert haben.

Wir haben uns mit Anna und Ingo ein wenig unterhalten und viel Neues zu den Zielen für 2019 und deren Umsetzung erfahren. Die wichtigsten Punkte haben wir im Folgenden für Euch zusammengefasst.

Anna. Wer dich auf dem Homefield der Redskins sieht erkennt sofort, dass du organisierst, selbst anpackst, die richtigen Worte findest um die Helfer zu motivieren. Was ist dein Antrieb, dich in Zukunft noch mehr für die Redskins einzusetzen?

Anna: Die Redskins sind eine große Familie. Und eine Familie funktioniert nur über das Selbstverständnis der Gemeinschaft. Ich sehe es als eine Kernaufgabe, diese Zusammengehörigkeit zu schützen, zu fördern und bei allen unseren Mitgliedern weiter zu vertiefen. Genau so, wie bereits meine Vorgängerin dies immer getan hat. Wir Eltern müssen dafür sorgen, dass unsere Kinder sich auf ihren Sport konzentrieren und erfolgreich sein können. Hier können wir übrigens von unseren Kindern und deren Coaches lernen. Denn für die aktiven Redskins ist das Familiengefühl ständig präsent. An dieser Stelle nochmal – und ich bin sicher, für alle Redskins zu sprechen – ein herzliches Dankeschön an Miri und unsere besten Wünsche für die kommende Zeit.

Reflektierst du also in erster Linie auf die Kinder- und Jugendteams?

Anna: Ganz und gar nicht. Bei unseren Flagship-Teams (Anm.: Red Arrow Cheerleader und Redskins Seniors) wird der Familiengedanke ebenso vorbildlich gelebt. Es gibt keine Fraktionen wie in vielen anderen Vereinen. Wenn man unsere Sportler im Umgang miteinander erlebt, dann sieht man Teams, die Niederlagen gemeinsam ertragen und Erfolge zusammen feiern. Da wird unterstützt, beratschlagt, gemeinsam Lösungen für Probleme gefunden und selbst die Coaches holen sich durchaus einmal Rat bei erfahrenen Teammitgliedern. Ein wichtiger Aspekt um erfolgreich zu sein. Überdies gibt es auch bei unseren erwachsenen Sportlern Eltern, Lebenspartner oder sonstige Familienmitglieder, die sich für die Redskins engagieren. Von der Sorte brauchen wir mehr. Und dafür werde ich werben.

Ingo. Im Herbst wurde dir der Federschmuck des Stammesobersten überreicht und damit auch große Verantwortung. Was wurde aus deiner Sicht seither erreicht?

Ingo: Zunächst – und das hatte absolute Priorität – gab es einen Schulterschluss zwischen Cheerleadern und Footballern. Unsere Cheers werden künftig auf dem Homefield wieder präsenter sein und sobald uns der Verband die Spieltermine für 2019 bekannt gibt werden wir prüfen, ob sie unsere Footballteams auch zu den Auswärtsspielen begleiten können. Genauso werden bei den Meisterschaften der Cheerleader jeweils möglichst viele Footballer dabei sein. Darüber hinaus wurde eine Art Stab zusammengestellt, welcher zukünftig, jeweils in kleinen Teams, diverse Kernaufgaben in Bereichen wie Vermarktung, Sponsoring, Kommunikation extern und intern, Financial Controlling, Invests, Heimspielorga u.v.m. übernehmen wird. Was bereits gut funktioniert wird weitergeführt, in verbesserungswürdigen Bereichen werden wir effizienter. Überdies denken wir über eine Scout-Force nach.

Das klingt nach vielen Aufgaben, für die auch Spezialisten benötigt werden.

Ingo: Ganz genau. Wir haben mehr als 270 Mitglieder aus allen Berufssparten, von denen etwa 150 aktiv in ihrem Sport sind. Wie Anna bereits sagte: Um die anderen 120 – soweit sie nicht ohnehin bereits engagiert sind – werden wir werben. Ich spreche an dieser Stelle die Einladung zum mitmachen aus. An alle !!!

Wir haben große Ziele für die nächsten Jahre. Es geht um Meisterschaften bis hin zur europäischen Ebene sowie um Aufstiege in höhere Ligen. Unsere Seniors haben sich ein langfristiges Ziel gesetzt, welches 3. Liga heißt. Das bedeutet für das Team absolute Konzentration auf das Wesentliche … und … gewinnen, gewinnen, gewinnen. Hier ist jede Menge Support gefragt, damit sich die Jungs mit ihren Coaches ganz und gar darauf konzentrieren können, auf dem Playfield zu powern.

Also sind helfende Hände und Köpfe für die Organisation rund um unsere Cheerleader- und Footballteams herzlich willkommen. Wie sieht es denn im aktiven Bereich aus?

Ingo: Die Mitgliederzahl der Redskins hat sich in den vergangenen zwei Jahren um etwa 50% erhöht. Die Familie wächst also deutlich, sowohl bei den Cheerleadern, als auch bei den Footballern. Wir haben bei den Football-Juniors allerdings einen neuralgischen Punkt erreicht. Denn hier wird soeben eine neue U16 gegründet und aus der bisherigen U17 wird nun eine U19. Klar, dass wir das nicht organisch lösen können. Wir werden also noch jede Menge neuer Spieler finden müssen. Das Schöne dabei ist, dass diese neuen Spieler keine Erfahrung unmittelbar aus dem American Football mitbringen müssen. Was sie benötigen, um Redskins zu werden, ist Teamspirit und Spaß an unserem Sport. Alles weitere vermitteln ihnen unsere erfahrenen Coaches. Dies gilt übrigens auch für alle anderen Teams. Sowohl bei den Cheerleadern, als auch im Football. Hier wird niemand nach Hause geschickt, der ernsthaftes Interesse zeigt.

Worauf dürfen wir uns im nächsten Jahr am meisten freuen?

Ingo: Na, hoffentlich auf viele gewonnene Spiele, Wettkämpfe und Meisterschaften. Allerdings gibt es etwas, worauf sich – gemeinsam mit Anna und mir – ganz bestimmt alle Redskins ebenso freuen, wie über Siege. Wir nennen es die neue Dimension der Redskins. Wir freuen uns darauf, den Menschen zu zeigen wie attraktiv, kurzweilig und spannend so ein Nachmittag auf unserem Homefield sein kann. Während Mamas sich sonntags im allgemeinen ja eher bemühen, etwas für die ganze Familie auf die Beine zu stellen und dabei leider nicht zu selten das Wort Kino vorkommt, Papas sich aber lieber auf den Fußballplatz oder zum Kleintierzüchtervereinsfest flüchten und die Kids eh am allerliebsten elektronische Meetings mit Freunden abhalten, von denen sie allenfalls einen Avatar schon einmal gesehen haben, wird’s in Bürstadt Events für die ganze Familie geben. Mit spannendem Sport, tollen Shows, Unterhaltungsmöglichkeiten für alle Altersklassen, guter Musik und American Cuisine.

Anna: Wir werden vielen Menschen in Bürstadt und Umgebung unseren Sport näher bringen und sie für Cheerleading und American Football begeistern. Unsere Heimspiele werden ein Familien-Event für alle Altersgruppen sein. Football ist auch in Deutschland längst keine Randsportart mehr. Wir werden dieses Feeling nun an die Bergstraße und ins Ried bringen.

Die Redskins werden zwar in diesem Jahr 40. Und doch fühlt es sich an wie ein Neuanfang. Aber das ist unbedingt notwendig. Denn man muss sich immer wieder neu erfinden, wenn man erfolgreich sein will. Und man muss Freunde gewinnen um weiter zu wachsen. Bei den Redskins ist dieser Prozess soeben angelaufen.

Einem derart starken Fazit sollte keine Redaktion etwas hinzufügen. Vielen Dank Anna und Ingo.