Bürstadt Redskins

Pressebericht: Nächste Station: Deutsche Meisterschaft

In vielen Sportarten bekommt man oft die Chance zu zeigen, was man kann. Eine Sportart, in der das nicht so ist, ist das Cheerleading. Hier finden einmal jährlich Landesmeisterschaften statt – wer zu diesem Zeitpunkt nicht abliefern kann, hat die Chance der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft verpasst und muss ein ganzes Jahr warten, bis er sich erneut dem Wettkampf stellen kann.

Mit 55 Aktiven und einem ganzen Fanblock am Start

Wer es hingegen schafft, die Jury innerhalb der kurzen Auftrittszeit von je nach Kategorie schwankend ein bis drei Minuten zu überzeugen, sichert sich ein Ticket zur Deutschen Meisterschaft und kann dort nochmal sein Können unter Beweis stellen. Dies ist den Cheerleadern des TV Bürstadt bestens gelungen – mit fünf Teams waren sie zur Hessischen Meisterschaft nach Hanau gefahren und mit fünf Qualifikationen zur Deutschen Meisterschaft am 19. und 20. Mai in Dresden kamen sie wieder zurück. Das monatelange Training hat sich ausgezahlt.

„Mich hat es besonders gefreut, dass wir mit so einer Menge an Aktiven an den Start gegangen sind. Wir waren mit 55 Aktiven rund zehn mehr als im letzten Jahr“, freute sich Lisa Migenda, die Trainerin des jüngsten Teams, der „T-Pees“. Doch nicht nur die gewachsene Zahl der Aktiven gab Grund zur Freude, auch die Zuschauer, die einen ganzen Fanblock in der August-Schärttner-Halle belegten, waren mit Leidenschaft bei der Sache. Mit Trommeln und dem „Seminoles War Chant“ feuerten die Fans, darunter selbstverständlich auch die Footballmannschaften der TV Bürstadt „Redskins“, ihre Cheerleader an. Dem Moderator blieb bei der Ankündigung der Bürstädter Teams deshalb nur noch übrig zu sagen: „Und ihr hört schon, wo sie herkommen.“

Zuerst mussten an diesem Samstag die Juniors im Alter zwischen zwölf und siebzehn Jahren ran. Die 21 „Tomahawks“, darunter auch ein Mann, der das Ganze zu einem sogenannten CoEd, also einem gemischten Team machte, konnten kein fehlerfreies Programm abliefern. Deshalb flossen zunächst viele Tränen. Tränenreich war für sie auch die Siegerehrung, bei der sie erfuhren, dass ihre Leistung ausgereicht hat, um sich gegen Vellmar mit 0,5 Punkten Vorsprung durchzusetzen. Als nächstes hatten die 15 Kleinsten Cheerleader aus Bürstadt ihren großen Auftritt. „Mit ihrer Leistung bin ich am meisten zufrieden, denn ihr Programm war sauber, fehlerfrei und ohne Verletzungen. Sie haben die Matte ganz schön gerockt“, freute sich Trainerin Lisa Migenda. Das hat den „T-Pees“ zu 144,5 Punkten und dem zweiten Platz verholfen. Wenn man die Teilnehmer aus dem Saarland und Rheinland-Pflanz berücksichtigt, ist ihnen unter sieben Startern in dieser Kategorie der dritte Platz gelungen.

Das gemischte Seniorteam „Red Arrows“, bestehend aus 13 Frauen und sechs Männern, hatte zwar einen guten Start in den Wettkampf, im Folgenden jedoch mit Stürzen und Punktabzügen durch Regelüberschreitungen zu kämpfen. Dennoch erkämpften sie sich den ersten Platz einschließlich des Gesamtsieges in der Kategorie.

Ein fehlerfreier Durchlauf gelang Jens Baierle und Kim Molitor im Partnerstunt, die sich mit ihrem Programm 73 Punkte, den Hessenmeistertitel und den Gesamtsieg vor Haßloch sicherten. Nahezu fehlerfrei war der Auftritt des gemischten Groupstunt (fünf Sportler) „Flying Owls“, die zwar konkurrenzlos waren, sich mit 62 Punkten den Hessenmeistertitel aber dennoch verdienten.