Bürstadt Redskins

Juniors verzeichnen starken Zulauf nach dem Superbowl

Die Bürstadt Redskins gründen neues U16-Team

American Football erlebt in Deutschland einen riesigen Aufschwung. Nicht nur an ständig wachsenden Zuschauerzahlen bei den Free-TV Übertragungen im Fernsehen, sondern auch durch steigende Mitgliederzahlen und Neugründungen von Footballteams im ganzen Land lässt sich ein Hype erkennen. Auch die Redskins profitieren von diesem Trend.

In allen Altersklassen strömen neue Spieler zu den Footballern in Bürstadt. Ein Großteil der Neuzugänge streift sich zum ersten Mal überhaupt ein Schulterpolster und einen Helm über und jagt dem Leder-Ei nach.

So auch bei der neu gegründeten U16-Mannschaft der Redskins Juniors. Da die letztjährige U17-Jugend der Redskins in diesem Jahr weitestgehend als U19 auf dem Platz steht und aus der vorhandenen U13 gleich mehrere Spieler zum Jahreswechsel heraus gewachsen sind, war es naheliegend ein neues U16 Team zu gründen. „Schon bei den ersten Trainingseinheiten kamen direkt ganz neue Spieler dazu“, freut sich Coach Bernd Fengel. „Die Saison der amerikanischen Profiliga ist vorbei und viele der neuen Fans in Deutschland möchten mehr als nur Zuschauer sein. Sie möchten diesen fantastischen Sport ausprobieren. Das kommt uns jetzt natürlich sehr entgegen. Gerade in der Altersklasse der Jahrgänge 2003 bis 2005 erleben wir enormen Zuwachs. was uns bei einem schnellen Aufbau einer U16 unglaublich hilft.“

Ohnehin ist gerade jetzt der ideale Zeitpunkt zum Einstieg in diese Altersklasse. Alle Spieler starten auf dem gleichen Level. Niemand fühlt sich wie ein Neuling. Man lernt gemeinsam die Grundzüge des American Football. Denn auch die ehemaligen U13 Spieler haben bisher Flag-Football (ohne Körperkontakt) gespielt.

Zu Beginn der neuen Trainingssaison werden die 13- bis 15-jährigen erst einmal Schritt für Schritt an Strategie, Taktik und Bewegungsabläufe herangeführt. Learning by doing heisst das wichtigste Motto für die zukünftigen Ligaspieler der Redskins. Dabei werden Verletzungsrisiken durch ungeübtes Verhalten nahezu ausgeschlossen. Spielzüge werden zunächst in gedrosseltem Tempo und unter Zuhilfenahme von Dummies geübt. Die Technik ist entscheidend und soll sich „automatisieren“.

Dass dabei auch der Spaß im Vordergrund steht, sieht man den jungen Redskins bei jeder Übung an. „Gerade bei dem Matschwetter sind Drills, bei denen man zu Schluss im Dreck liegt, eine Riesengaudi“, erzählt uns U19-Coach Ty Booker, der schon seit frühester Jugend ein waschechter Redskin ist. „Selbst Spielermamis, die bestimmt nach jedem Training mit der Wäsche ihren Kampf haben, müssen beim Abholen über ihre verdreckten aber glücklichen Kinder schmunzeln.

Mit ersten echten Spielen rechnen die Verantwortlichen bereits nach der Sommerpause. Genug Zeit also um neue Spieler zu integrieren und ein schlagkräftiges Team aufzubauen.